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Die Zukunft des E-Commerce ist Headless

So können Sie die Vorteile von Headless Commerce für Ihr Unternehmen nutzen

Die Nutzergewohnheiten im E-Commerce verändern sich in einem rasanten Tempo. Jeden Tag werden weitere Online, Mobile und Speaker-based (Alexa, Google Home etc.) Verkaufskanäle getestet und gelauncht, die digitale Interaktion mit Kunden um neue Features wie Größenberatungen, Finanzierungsoptionen und Ähnliches ergänzt, weitere Plattformen wie Amazon, eBay, real und Co. angebunden. Und Kunden erwarten, dass Unternehmen über immer mehr Kanäle hinweg ein einheitliches Marken- und Einkaufserlebnis bieten.
Mit einer flexiblen Headless Commerce Architektur kann Ihr Unternehmen diesem rasanten technologischen Wandel besser folgen und gesteigerten Kundenansprüchen gerecht werden. So kann Ihr Unternehmen personalisierte Nutzererfahrungen schaffen, Microservices und CheckoutProzesse auf verschiedenen Geräten einfacher und einheitlicher umsetzen. Zudem können Sie freier experimentieren, agiler Projekte vorantreiben und skalieren.

In diesem Beitrag lernen Sie die wichtigsten Grundlagen, Vorteile und Chancen von Headless Commerce kennen. Außerdem zeigen wir Ihnen die fünf wichtigsten Schritte, die Sie durchlaufen müssen, um eine Headless Commerce Architektur in Ihrem Unternehmen zu etablieren.

 

Neue Herausforderungen im E-Commerce

Die meisten Unternehmen, mit denen wir täglich sprechen, kennen zwar die wachsenden Bedürfnisse ihrer Kunden, was ihnen jedoch fehlt, sind die richtigen Tools, um diese Erkenntnisse umzusetzen. Genauso geht es Tanja. Tanja ist Vertriebsmanagerin in einem mittelständischen Unternehmen. Sie will Ihren Onlineshop mit der Amazon-Plattform verbinden und so neue Vertriebswege für Ihr Unternehmen erschließen. Damit will Tanja ihren Kunden ermöglichen, auf ihrer favorisierten Plattform einzukaufen anstatt sie ausschließlich auf den eigenen Shop lenken zu müssen. Informationen, wie der Lagerbestand oder die Produktbeschreibungen sollen zentral über ein Backend verwaltet werden. Auf diese Weise sollen in Zukunft weitere Plattformen einfacher angebunden werden können. Tanja will die Amazon-Anbindung für den kommenden Monat umgesetzt haben.

Doch mit der Umsetzung beginnen die Probleme. Tanja merkt schnell, dass die Produkt-Listings nicht richtig synchronisiert werden. Das geplante Launchdatum kann sie auch nicht einhalten. Das Entwicklerteam muss weitere Anpassungen im Backend durchführen, die deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als geplant.

Projekte, wie das von Tanja sind kein Einzelfall. Anpassungen, die in kurzer Zeit das Kundenerlebnis verbessern sollen, entwickeln sich zu einem langwierigen, zähen Projekt, das am Ende bestenfalls ein passables Nutzererlebnis liefert.

Dabei wird es in Zukunft immer wichtiger, seinen Kunden über mehrere Plattformen und Interfaces hinweg, eine kontinuierliches, nutzerfreundliches Einkaufserlebnis zu bieten. Die starke Marktkonkurrenz und die zunehmende Geschwindigkeit der Digitalisierung machen zusätzlichen Druck, sich kontinuierlich und schnell anzupassen.

Das merkt auch Tanja. Obwohl sie sich im Vorfeld gut über die notwendigen Schritte und Anforderungen informiert hat, kann sie ihr Projekt nicht in der geplanten Zeit zufriedenstellend umsetzen.

Unternehmen, die den Nutzeranforderungen nicht nachkommen, werden schnell an Relevanz verlieren. Bei E-Commerce Lösungen basierend auf einer klassischen IT-Architektur sind schnelle Änderungen nur schwierig oder gar nicht möglich, ein agiles Anpassen an Nutzeranforderungen kaum möglich.

Wäre es nicht viel einfacher, wenn neue Features und Designs, zusätzliche Plattformen und Kanäle nahtlos an das bisherige Commerce-System angeschlossen werden könnten?

Headless Commerce kurz zusammengefasst

Headless ist ursprünglich einen allgemeiner IT-Architekturbegriff und bezieht sich auf das Zusammenspiel der Hauptkomponenten einer jeden Software:

Früher war es üblich, dass das Frontend und Backend einer Software eine nicht trennbare Einheit waren. Jegliche Anpassungen z.B. an einem Onlineshop Frontend, vom Ändern der Schriftfarbe bis zu den Funktionen zur Versandabwicklung, hatten Implikationen auf die gesamte Software. Diese Architektur schränkt die Anpassungsfähigkeit der Software ein – ein erhebliches Manko nicht nur im heutigen E-Commerce.

Genau dieses Problem wird mit einer Headless Commerce Architektur gelöst. Hier sind Frontend und Backend zwei losgelöste Einheiten. Das erlaubt es, unabhängige Systeme einfacher miteinander zu kombinieren und flexibel Anpassungen vorzunehmen.

Dabei stellt sich jedoch eine neue Herausforderung: wie die verschiedenen Frontend-Funktionen mit dem Backend kommunizieren. An diesem Punkt kommt die API (Application Programming Interface) ins Spiel.

Was ist Headless Commerce?

Headless Commerce nutzt eine Architektur, bei der das Frontend (Präsentationsebene z. B. Website) vom Backend (Datenzugriffsebene, z. B. für Versand) getrennt ist. Das Ergebnis: Eine flexiblere E-Commerce Architektur, die ein nahtloses Nutzererlebnis über verschiedene Kanäle ermöglicht.

Vorteile von Headless Commerce

Soweit zur Theorie. Werfen wir nun einen Blick auf die konkreten Vorteile, die für Ihr Unternehmen durch Headless Commerce entstehen.

  1. Personalisierte Nutzererfahrung

    Unabhängigkeit ist der entscheidende Faktor. Eine Headless Commerce Architektur lässt Sie die Software wählen, die für Ihre Anforderungen am besten ist. So erhalten Sie die maximale Flexibilität bei der Gestaltung des Frontends über alle Kanäle und Interfaces zum Kunden hinweg.

    Damit haben Sie die Möglichkeit, ein konsistentes Branding aufzubauen und den Wiedererkennungswert Ihrer Marke zu steigern. Sie können zum Beispiel die Frontend-Elemente, wie Buttons oder Schriftfarbe, flexibel an die CI Ihres Unternehmens anpassen.

    Außerdem lassen sich UX-Elemente ohne Probleme ändern und Sie können testen, welche Auswirkungen eine Designänderung hat. Sie können zum Beispiel prüfen, ob sie eine Auswirkung auf die Conversion-Rate hat. So können Sie Ihren Nutzern ein einheitliches, intuitives Einkaufserlebnis über verschiedene Plattformen hinweg bieten.

  2. Freiheit zu experimentieren

    Haben Sie schon mal versucht, eine neue Funktion auf Ihrer Website hinzuzufügen und plötzlich hat der gesamte Bestellprozess nicht mehr funktioniert? Schockmomente, wie diese, gehören mit Headless Commerce der Vergangenheit an.

    Dank der Trennung von Front- und Backend können Sie weitestgehend mit neuen Funktionen und Änderungen an der Website experimentieren, ohne sich Sorgen zu machen, dass der Shop nach den Anpassungen nicht mehr funktioniert.

  3. Agilität steigern

    Neben der Möglichkeit mehr zu experimentieren, können Sie Änderungen schneller umsetzen. Durch den modularen Aufbau können die Entwickler getrennt an verschiedenen Funktionen arbeiten und diese zeitnah für die Nutzer verfügbar machen.

    Anpassungen können dadurch häufiger vorgenommen werden. Das ermöglicht Ihnen ein schnelleres Testen und Evaluieren der neuen Funktionen und bei Bedarf ein flexibles Anpassen der zukünftigen Weiterentwicklung Ihrer Touchpoints.

  4. Einfach neue Touchpoints hinzuzufügen

    Sie wollen eine neue Online-Plattform wie Amazon oder Real anbinden oder Ihre Produkte über Alexa und Co anbieten? Kein Problem mit Headless Commerce! Verschiedene Frontends lassen sich problemlos mit APIs im Backend verbinden. Kunden können Sie so leichter weitere Möglichkeiten bieten, Ihre Produkte zu kaufen, damit Ihre Absatzkanäle vervielfältigen und -volumen steigern.

  5. Effizienter skalieren

    Ein weiterer Vorteil ist die separate Skalierbarkeit von Front- und Backend. Sie können zum Beispiel saisonale Werbekampagnen an Ostern oder Weihnachten gezielter vorantreiben, ohne dass das Backend von den größeren Besucherzahlen negativ beeinflusst wird.

    „API-driven Microservices […] ermöglichen es den Einzelhändlern, echte Omni-Channel-Erlebnisse für ihre Kunden zu schaffen, da alle Informationen aus dem gleichen Back-End kommen.“ (Kelly Goetsch, Chief Product Officer, commercetools)

Wenn alle Kundendaten, wie die bisherigen Bestellungen oder Präferenzen an einem Ort gespeichert werden, können Sie über verschiedene Kanäle darauf zugreifen. Das ermöglicht Ihnen, Ihre Kunden mit individuell zugeschnittenen Marketingkampagnen zu avisieren.

Und genau darum geht es letztendlich: Alle Verbesserungen innerhalb des Unternehmens, wie schnellere Entwicklungszyklen oder die Freiheit zu experimentieren, führen zu einem besseren Einkaufserlebnis für den Kunden. Das steigert nicht nur die Kundenzufriedenheit, sondern sorgt gleichzeitig für mehr Verkäufe und eine langfristige Kundenbindung. Das wiederum sorgt für einen hohen Stellenwert am Markt.

Welche IT-Architektur eignet sich für Sie?

Nun stellt sich nicht die einfache Frage: “Headless Architektur oder nicht?“. Es gibt nicht nur die klassische Architektur und die Headless Architektur, sondern auch Zwischenstufen.

Als Fazit lässt sich festhalten: Je unabhängiger die Systeme voneinander aufgestellt, umso mehr Flexibilität und Anpassungsmöglichkeiten gibt es. Allerdings erhöhen sich grds. Aufwand und Komplexität, die Systeme über APIs zu verknüpfen.

Wenn Sie für Ihr Unternehmen einen flexibleren E-Commerce-Ansatz umsetzen wollen, bedeutet das, dass Sie sich damit beschäftigen müssen, welcher Ansatz (Decoupled vs. Headless Architektur) am besten geeignet ist. Zusätzlich sollten Sie sich mit der Auswahl passender Commerce-Anbieter (Shopify, Woocommerce, Magento) und CMS Anbieter (Commerce Tools, Contentful, Bloomreach) beschäftigen, bevor Sie über eine eigene Lösung nachdenken. Die Commerce-Anbieter bilden d

abei das operative Tool, um Produkte zu verkaufen und Bestellungen abzuwickeln. Die CMS-Anbieter ermöglichen die flexible Verwaltung und Distribution Ihrer Inhalte.

Um Ihnen diesen Prozess zu erleichtern, haben wir Ihnen nachfolgend die fünf wichtigsten Schritte für Ihren Entscheidungsprozess zusammengefasst.

So starten Sie mit Headless Commerce

Die Vorteile von Headless Commerce klingen genau wonach Sie suchen, aber wie schaffen Sie es nun, dass Ihre Commerce Architektur „Headless“ wird? Die folgende Liste kann Ihnen als Wegweiser dienen und zeigt Ihnen die 5 wichtigsten Schritte, die Sie durchlaufen müssen. Dabei kann Sie von Beginn an ein Casana E-Commerce Experte bei Bedarf unterstützen. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

  1. Aktuelle Architektur analysieren

    Bevor es überhaupt sinnvoll ist, sich über mögliche Anbieter oder Commerce-Plattformen Gedanken zu machen, sollten Sie den Status Quo analysieren. Machen Sie sich eine Liste, welche Funktionen Ihre aktuelle Plattform bereits bietet und welche zusätzlichen Funktionen Sie sich wünschen. Notieren Sie außerdem, was Sie sich von den neuen Funktionen versprechen. Sortieren Sie Ihre Wunschfunktionen anschließend nach Wichtigkeit.

  2. Kundennutzen kennen

    Im zweiten Schritt ist es Zeit, dass Sie sich mit den Stakeholdern befassen. Mit Stakeholdern sind in diesem Fall nicht nur Ihre Endkunden gemeint, sondern auch Mitarbeiter, die später mit der Plattform arbeiten sollen.
    Machen Sie sich für beide Nutzergruppen eine Liste und überlegen Sie sich, welche Bedürfnisse die Gruppen haben und welche Funktionen sie benötigen, damit ihre Bedürfnisse erfüllt werden.

  3. Storefront Lösung wählen

    Nach den anfänglichen Überlegungen können Sie sich nun Gedanken über den passenden Lösungsansatz zu machen: Entwicklung einer eigenen Lösung oder bestehende Anbieter nutzen. Ihre Notizen aus den beiden vorherigen Punkten können dabei als Grundlage dienen, ob bestehende Lösungen ihre Bedürfnisse umsetzen. Gegenüber einer eigenen Lösung reduziert dies Umsetzungsaufwand und -zeitraum erheblich.
    Als ersten Ansatzpunkt können Sie sich die Anbieter von Seite 5 genauer anschauen und anschließend Ihre Suche erweitern.

  4. Team einbeziehen

    Sie haben eine grobe Vorstellung, was Ihre Headless Commerce Lösung können soll und welche Anbieter für eine Umsetzung infrage kommen? Dann ist es Zeit, Ihr Team einzubeziehen.

    Machen Sie sich eine Liste mit den relevanten Mitarbeitern und fangen Sie an, Feedback und Wünsche zur Umsetzung zu sammeln. Umso mehr Sie Ihre Kollegen einbeziehen, desto mehr werden sie hinter der Lösung stehen, für die Sie sich gemeinsam entschieden haben.

  5. Umsetzung planen

    Nun geht es an die eigentliche Umsetzung. Hierfür sollten Sie sich einen groben Zeitplan erstellen sowie eine Übersicht mit Aufgaben, die zu erledigen sind und wer sich darum kümmert.

Über Casana Tech

Casana ist ein Team aus Tech-Enthusiasten aus München mit der Erfahrung und Kapazität von hunderten Experten, die global verteilt für uns arbeiten.

Mit unserem Produktansatz werden Ihre E-Commerce Projekte viel einfacher für Sie. Vom Projektmanagement über Software Engineering bis zum Digital Design helfen wir Ihnen, Ihr Projekt schneller und stressfreier umzusetzen. Wir übersetzen Ihre digitalen Bedürfnisse in technische Spezifikationen und finden verlässlich und innerhalb kurzer Zeit die besten Experten für Ihr Projekt. Zudem ermöglicht unser modularer Entwicklungsprozess eine hohe Transparenz und Budgetkontrolle während des gesamten Projekts.

Vereinbaren Sie jetzt eine kostenlose Beratung, wie Ihr nächstes E-Commerce Projekt konkreter und schneller umgesetzt werden kann.

Kommen Sie bei Interesse jederzeit auf uns zu. Sie erreichen uns am besten per Mail oder Telefon. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

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